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Radonkarte Deutschland: Bin ich betroffen?

Wie hoch ist die Radonkonzentration in meinem Wohnort? Was kann ich tun, wenn ich in einem Radon-Risikogebiet wohne? Und wie wird Radon überhaupt gemessen? Ronnie Radon und Radonfachperson Karin Leicht erklären.

Das radioaktive Edelgas weist regional unterschiedliche Konzentrationen auf. Welche Gebiete von einer erhöhten Radonbelastung betroffen sein können, zeigt die Radonkarte Deutschlands vom Bundesamt für Strahlenschutz, kurz BfS aus dem Jahr 2004.

Dabei wird, auf der Grundlage von sehr groben Rastermessungen, sowohl die Radonkonzentration in der Bodenluft, als auch in Innenräumen und im Freien ausgewiesen. Obwohl sich Radon im Freien mit der Frischluft vermischt, ist es dennoch in Bodennähe nachweisbar. Dabei fällt auf, dass sich Radon vor allem in den Gebirgsregionen Deutschlands konzentriert.

Der Radongehalt variiert zudem nicht nur regional, sondern auch saisonal. Somit kann die Radonkonzentration je nach Jahreszeit und auch von Jahr zu Jahr abweichen, so die Radonfachperson Karin Leicht. Folglich dienen die Ergebnisse aus Bodenluftmessungen lediglich als grober Anhaltspunkt, sodass der Fokus auf dem spezifischen Gebäude liegen sollte. Denn die Radonbelastung der Innenräume kann von den Vorkommen der Bodenluft durchaus stark abweichen.

Für die Messung der Radonkonzentration gibt es frei verkäufliche Exposimeter. Diese können bereits ab etwa 35 Euro erworben werden. Die Messung der Radonwerte sollte sich dabei über ein Jahr erstrecken um ein repräsentatives Ergebnis zu erhalten, so sieht es das neue Strahlenschutzgesetz vor. Eine dreimonatige Messung kann laut der Sachverständigen jedoch bereits einen ersten Aufschluss bieten. Das Gerät wird dabei zu Beginn im Raum aufgestellt und verbleibt dort ohne weiteren Handlungsbedarf. Radonfachpersonen wie Frau Leicht helfen dabei, die geeignete Position für Exposimeter zu ermitteln. Grundsätzlich sollte die Radonbelastung in Aufenthaltsräumen wie Schlafräumen, Wohnzimmer und Küche gemessen werden.

Für eine fundierte Aussage bei Radonwerten oberhalb des Referenzwertes von 300 Bq/m³ stehen Ihnen Experten wie Frau Leicht als Radonfachperson zur Verfügung.

Wie Sie Neubauten richtig abdichten und welche radondichten Durchführungen Frau Leicht und Ronnie Radon empfehlen, erfahren Sie im nächsten Teil unserer Radonreihe.

(Quellen: Interview mit Frau Karin Leicht am 04.12.2018 und Bundesamt für Strahlenschutz)